Sex in der Beziehung (Häufigkeit)
Die Ansicht Martin Luthers in Bezug auf das Zusammensein von Mann und Frau war es: “In der Woche Stücker zwier schadet weder Dir noch mir.” Natürlich gibt es große Unterschiede im sexuellen Verlangen jedes einzelnen, die sich auch ständig verändern. Ein besonders junges Paar wird sicher sehr oft zusammen sein wollen. Im Laufe der Zeit aber wird sich auch das schnell reduzieren. Wenn der Mann nicht mehr um die Frau kämpfen muss, wird er bequem. So mancher jungen Ehefrau gefällt das nicht, falls sie nicht beruflich tätig ist. Hinzu kommt natürlich der Stress besonders des Mannes im beruflichen Leben, der in der Regel stärker eingespannt ist als die Frau.
Gibt es eine Disharmonie zwischen der Frau und dem Mann über einen längeren Zeitraum hinweg, so ist dies Stoff für Streit. Es kann auch passieren, dass derjenige, der in der Ehe den Sex vermisst, nach Möglichkeiten sucht, das in einer anderen Beziehung zu kompensieren.
Andererseits ist der Sex als Zwang in einer Ehe, sofern es sich überhaupt realisieren lässt, auch kein geeignetes Mittel, Harmonie und Freude zwischen den Geschlechtern herzustellen.
Am besten ist es natürlich, wenn beide sehr gern miteinander zusammen sein wollen und das Bedürfnis aus beider innerem Antrieb kommt. Auch hier gilt wieder mal: Weniger ist manchmal mehr. Und die Liebe in der Ehe ist letztlich mindestens genau so wichtig wie das sexuelle Zusammensein. Im Laufe der Geschichte einer Ehe ist die Liebe ohnehin das entscheidende in einer lang haltenden Ehe.

