Potenzkraft

Männerthema Impotenz und erektile Dysfunktion

- Generika

Schon seit Jahren ist zu beobachten, dass Medikamente in allen Teilen der Welt gefälscht werden. Erst vor kurzem hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vor dem Kauf und der Verwendung solcher Medikamente gewarnt, die man über das Internet beziehen kann.
Die Tür für gefälschte und damit illegale Medikamente ist hierbei hauptsächlich das Internet. Insbesondere die auf den Markt drängenden Internetapotheken. Viele verfügen nicht über die notwendige Zulassung. Immer wieder durchgeführte Testkäufe haben gezeigt, dass fast 50% solcher in Internetapotheken erstandener Medikamente nicht dem deutschen Standard entsprachen. Neueste Schätzungen gehen davon aus, dass es sich inzwischen bei bis zu 8% aller Medikamente auf dem deutschen Markt um Fälschungen handelt.

Welche Medikamente werden gerne gefälscht?
Ein immer stärker unter solchen Fälschungen leidender Bereich ist der der Potenzmittel, wie beispielsweise Viagra oder Cialis. Anerkannte Experten raten dringend vom Kauf solcher Medikamente im Internet ab. Vor allem wegen möglicher Nebenwirkungen bedürfen Potenzmittel der ärztlichen Verordnung und Kontrolle. Wer sie dennoch kauft und einnimmt, dem drohen schwere gesundheitliche Folgeschäden. Noch darf mit recht behauptet werden, dass Deutschland einer der weltweit sichersten Märkte für Medikamente ist. Bei jährlich verkauften 1,5 Milliarden Schachteln beträgt der Anteil an Fälschungen lediglich ein Prozent. Dafür sorgen vor allem die strengen Zulassungsbedingungen für Internetapotheken sowie Kontrollmechanismen in normalen Laden-Apotheken. Jede dort erstandene Packung muss eine Chargenummer tragen, mit der man das Medikament bis zur Produktionsstätte verfolgen kann. Durch diese Nummer ist es Fälschern fast unmöglich, illegale Ware in den legalen Handel zu bringen.

Warum werden es immer mehr kopien?
Die Gründe für die steigende Zahl gefälschter Medikamente liegen auf der Hand. Die Nachfrage ist riesig und sie können billig produziert werden. Die nötigen Wirkstoffe können in vielen Ländern ganz einfach im Großhandel eingekauft werden. Sie werden dann mit einer ebenfalls billigen Trägerkomponente vermischt. Auf diese Weise kann beispielsweise eine Packung Viagra für unter einen Dollar hergestellt werden, lässt sich aber im Internet für bis zu 150 Dollar verkaufen. Das Geschäft mit gefälschten Medikamenten boomt also hauptsächlich, weil er unglaublich einträglich ist. Mit gefälschten Medikamenten werden weltweit jedes Jahr ca. 35 Milliarden Dollar umgesetzt, so schätzen Experten. Nach ihrer Meinung könnte sich der Umsatz beim Verkauf von Plagiaten sehr schnell verdreifachen. Leider sind viele Käufer oft zu leichtgläubig. Dies erleichtert den Fälschern ihr Geschäft ungemein. Hinzu kommt, dass immer mehr Menschen in Deutschland keine teuten Medikamente mehr leisten können und im Internet nach billigeren Varianten umschauen.

Woher stammen diese Kopien?
Die meisten Fälschungen stammen nach Meinung des BKA aus China, anderen ostasiatischen Staaten, sowie aus den USA, Russland und anderen osteuropäischen Ländern. Vor allem durch die nicht greifenden Kontrollen in den asiatischen und osteuropäischen Regionen warnen die Behörden vor einer Flut von Fälschungen in den nächsten Jahren. Leider macht dieses geschäft auch vor Deutschland nicht Halt. Hauptsächlich blüht hier das Geschäft im Bereich sogenannter Life-Style-Produkte, zu denen auch Potenzmittel gehören. In Baden-Württenberg wurde erst vor kurzem ein illegaler Versandhandel, der sich hauptsächlich auf solche Potenz- und Schlankheitsmittel spezialisiert hatte, durch die Strafverfolgungsbehörden aufgelöst und die Verantwortlichen festgenommen. Wie wird man aber dieser gut organisierten und weltweit operierenden Medikamenten-Mafia Herr. Das Bundesland Nordrhein-Westfalen prüft jetzt die Möglichkeit eines prinzipiellen Verbots von Online-Apotheken und will auf diese Weise den Verkauf von verschreibungspflichtigen Medikamenten über das Internet verhindern. Diesem Beispiel wollen auch Bayern und Sachsen folgen. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat allerdings Bedenken angemeldet und darauf verwiesen, dass man dann das Internet insgesamt verbieten müsse.

 

Wer also auf Medikamente angewiesen ist oder auf Potenzmittel nicht verzichten möchte, der sollte immer den Arzt aufsuchen und verschreibungspflichtige Arzneimittel in normalen Apotheken oder zumindest in zugelassenen Online-Apotheken wie DocMorris o.ä. kaufen und zwar auch dann, wenn dies teurer ist. Zu groß ist sonst die Gefahr, an ein Medikament zu gelangen, das erstens wegen fehlender oder zu gering dosierter Wirkstoffe nicht hilft oder zweitens schwere, gesundheitliche Schäden nach sich ziehen kann.

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