Potenzkraft

Männerthema Impotenz und erektile Dysfunktion

- Behandlung

Heutzutage wird die Impotenz in der Medizin hauptsächlich mit dem Begriff der erektilen Dysfunktion bezeichnet. Es handelt sich um eine Störung der Erektionsfähigkeit des männlichen Gliedes, welche in vielen Fällen den Geschlechtsverkehr unmöglich macht.

Ursachenforschung
Bei der Behandlung der Impotenz muss man grundsätzlich unterscheiden, ob die Ursache der Erektionsstörung psychisch oder organisch bedingt ist, wobei nicht selten eine Mischung aus beiden Ursachen besteht. Wenn ausschließlich psychische Gründe die Ursache der Impotenz ist, wird die Behandlung durch einen Psychologen oder Sexualtherapeuten durchgeführt. Diese Art der Behandlung zielt natürlich in erster Linie darauf ab, die Ursachen zu erkennen und evt. bestehende seelische Blockaden durch Gespräche etc. zu beseitigen, sodass dadurch auch die Störung der Erektionsfähigkeit behoben wird.

Vielfach sind allerdings auch organische Gründe die Ursache der Impotenz. Die Behandlung ist in solchen Fällen selbstverständlich gänzlich anders aufzubauen, als es bei psychischen Störungen als Ursache der Fall ist. Liegt also eine körperliche Ursache für die Impotenz vor, werden zur Behandlung in erster Linie Medikamente eingesetzt, welche die Erektionsfähigkeit wieder herstellen sollen. Das bekannteste Medikament in diesem Bereich ist sicherlich Viagra, auch als “blaue Pille” bekannt geworden.
Mit Einführung dieses Medikamentes im Jahre 1998 kann vielen Patienten mit Erektionsstörungen heute sehr gut geholfen werden, was zuvor nur in geringem Ausmaß möglich gewesen ist.

Potenzmittel
Ob es sich nun um Viagra oder andere Mittel dieser Art handelt, die Wirkungsweise und damit die Behandlung an sich erfolgt auf die gleiche Art und Weise. Es ist übrigens sehr wichtig, dass vor dem Beginn einer medikamentösen Therapie der Impotenz vom Arzt geklärt und untersucht wird, ob nicht noch andere Krankheiten und organische Schäden vorliegen, da Impotenz nicht selten ein “Vorbote” von schweren Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sind.

Die Behandlung mit Viagra und ähnlichen Medikamenten zielt darauf ab, die Erektion für eine bestimmte Zeit herzustellen, die ausreichend ist, um den Geschlechtsverkehr durchführen zu können.
Sehr positiv ist, dass die Anwendung der Medikamente sowohl bei organischen als auch bei psychischen Ursachen der Impotenz einen großen Erfolg aufweisen kann. Voraussetzung ist allerdings immer, dass eine sexuelle Stimulation erfolgt. Dabei reicht häufig schon ein “gezielter” Gedanke an eine sexuell anregende Situation.

Es ist also wichtig zu wissen, um zu verstehen, wie genau die Medikamente und damit auch die gesamte Behandlung wirkt, dass die Arzneimittel “nur” die Potenz erhöhen, aber nicht die sexuelle Lust an sich steigern. Die Wirkstoffe der zu verabreichenden Medikamente sind allesamt so genannte PDE-5-Hemmer.
Diese blockieren das Enzym Phohsphodiesterase-5 (PDE-5). Dieses baut einen Botenstoff ab, der aber für die Erektionsfähigkeit von großer Bedeutung ist. Durch diese Blockade verstärkt bzw. verlängert sich der Einstrom des Blutes den Schwellkörper und die Erektion kann dadurch länger bzw. überhaupt erst erfolgen.
Die Wirkungsdauer liegt je nach Wirkstoff zwischen fünf bis zu 24 Stunden und die Wirkung setzt zumeist nach 20-60 Minuten ein.

Injektion
Neben der medikamentösen Behandlung kann Impotenz auch noch durch eine etwas unangenehmere Therapieform behandelt werden, nämlich durch eine Injektion in den Penis des Mannes, genauer gesagt in den Schwellkörper. Diese Therapieform ist dann sinnvoll, wenn eine Behandlung mit Tabletten keinen Erfolg mehr hat. Der Vorteil der Schwellkörper-Injektionstherapie (SKAT) ist, dass der Patient diese selber nach Anleitung anwenden kann und das die Erektion auch dann noch stattfinden kann, wenn aufgrund von Nervenschädigungen etc. gar kein sexueller Impuls mehr zum Penis gelangen kann.
Neben der medikamentösen Behandlung und der Therapie mittels Injektionen, kann die Impotenz in etwas leichteren Fällen auch durch Hilfsmittel behandelt werden, die ebenfalls die Erektionsfähigkeit erhöhen sollen. Dazu zählen vor allem Vakuumpumpen und elastische Ringe, die den Rückfluss des Blutes aus den Schwellkörpern erschweren.

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