Genitalherpes
In der heutigen Gesellschaft sind Geschlechtskrankheiten wie der Genitalherpes durch entsprechende Verhütung weitgehend kontrollierbar. Diese Verhütung zum Beispiel in Form von Kondomen ist notwendig, da sich Geschlechtskrankheiten hauptsächlich durch sexuellen Kontakt übertragen.
Der Genitalherpes ist eine relativ harmlose Variante der Geschlechtskrankheiten, wenn auch die Häufigste.
Ebenso wie der Lippenherpes wird die Krankheit durch eine Form der Herpes Viren verursacht. Wird eine Person beim Sexualkontakt mit den Viren infiziert, muss jedoch nicht sofort eine Körperreaktion erfolgen. Meist kommt es erst zu Reaktionen, wenn das Immunsystem geschwächt ist oder äußere Faktoren wie Stress wirken.
Genitalherpes kann sich dann durch Jucken und Brennen im Intimbereich und ein fiebriges Gefühl bemerkbar machen. Weiterhin entstehen rote Bläschen im Genitalbereich des Betroffenen. Wie beim Lippenherpes enthalten diese Bläschen eine Infektiöse Flüssigkeit und heilen nach einigen Wochen ab.
Während der Phase, in der eine Bläschenbildung stattfindet, ist die Ansteckungsgefahr mit Herpes genitales am höchsten. Am besten sollte in dieser Zeit auf Sexualkontakt verzichtet werden.
Je nach Schweregrad der Symptome kann die Behandlung des Genitalherpes unterschiedlich ausfallen. Ist zum Beispiel nur eine leichte Rötung sichtbar, so heilt diese meist auch ohne Salben ab. Bei stärkeren Beschwerden ist eine Zinksalbe empfehlenswert oder gar eine Salbe mit Antivirenmitteln. Durch diese kann auch die Virenverbreitung eingedämmt werden.
In Extremfällen von Genitalherpes gibt es auch die Möglichkeit spezielle Tabletten oder Infusionen zu verabreichen.
Besteht bei einer schwangeren Frau eine Infektion mit den Herpesviren ist besondere Vorsicht wichtig. Hierbei besteht große Gefahr, dass während der Geburt das Virus auf das Kind übertragen wird. Da Neugeborene jedoch noch nicht über ein ausreichendes Immunsystem verfügen, reagieren sie besonders stark. Es kann zu Lungenentzündungen oder Hirnhautentzündungen und damit zu einer lebensbedrohlichen Erkrankung kommen. In diesem Fall ist zu einem Kaiserschnitt zu raten.

